Das letzte Abenteuer

In dicken bunten Lettern steht es an der Wand des Yoga-Studios. Mein letztes Abenteuer für KGW. Eine ganz besondere Yoga-Stunde.

Aber von vorn: Die letzten vier Tage waren die Tage der neuen Begegnungen. Nachdem ich jetzt seit gefühlten Monaten jeden Tag im stillen Schnitt-Kämmerlein verbracht habe, übermannen mich diese ganzen neuen Menschen regelrecht. Es beginnt damit, dass wir ein neues Team-Mitglied in unserer Mitte begrüßen durften: Tonmann Simon. Bei den ja doch recht sensiblen Drehs, die wir bisher erlebt haben, ist es Kameramann Jonas und mir schon recht schwer gefallen, uns einen Ersatz für die ausgefallene KGW-Tonfrau Claudia zu suchen. Doch da war er und es hat gepasst von der ersten Minute. Es hätte keine fünfstündige Zugfahrt gebraucht 😉

In Heidelberg angekommen und im bodenständigen Hotel „Central“ eingecheckt, sind wir auch schon auf dem Weg ins Uniklinikum Heidelberg. Dort lerne ich dann endlich Peggy kennen. Benebelt von der langen Zugfahrt drehen wir mit ihr ein paar Einstellungen in der Klinik, bevor es auf in den Kindergarten geht, um die kleine Tochter Anouk abzuholen. In ihrem Zuhause angekommenen, fühle ich mich irgendwie überwältigt von dem ganzen Leben! Der Hund bellt uns fröhlich entgegen (so interpretiere ich das jetzt mal ;)), die Katze schleicht um uns herum, Anouk hüpft durch die Wohnung .. als ob ich die letzten Wochen außerhalb der Zivilisation verbracht hätte. So spontan wie dieser ganze Besuch zustande gekommen ist, so vertraut fühlt sich das alles um mich herum an. Zum ersten Mal werden wir als Team dann auch mit zum Abendessen eingeladen und lernen noch mehr Familien-Mitglieder kennen.

Am nächsten Tag mit mehr Schlaf und Ruhe haben Peggy und ich Zeit uns zu unterhalten. Ich will euch nicht zuviel verraten von meinem Besuch bei ihr, nur eines: Das stärkste Gefühl, das mir Peggy mit auf den Heimweg gegeben hat, ist diese Liebe zwischen ihr und Anouk, zwischen Mutter und Tochter. Was das mit der kleinen grauen Wolke zu tun hat, werdet ihr dann im Kino erfahren 🙂
Nach dem Samstag mit Peggy und Anouk und einer hervorragenden Abschieds-Pizza, ging es für uns dann am Abend direkt wieder zurück nach Hamburg. Inklusive vierstündigem Ritt ab Frankfurt in einem überfüllten ICE-Sechser-Abteil, in das die Leute von außen lautlachend mit dem Finger gezeigt und uns mit einem Glas Sülze verglichen haben. *Ha-ha*

Am frühen Sonntagmittag dann ab ins Yoga-Studio. Das letzte Experiment für den Film. Floating-Yoga. Die Bilder aus dem Netz, die es dazu gibt, haben mir ein bißchen Angst gemacht. Aber gleichzeitig wird versprochen, dass das Floating-Yoga ein gutes Gleichgewicht bringt. Nun denn. Geringfügig übermüdet haben wir uns also auf den Weg gemacht.

Was soll ich euch sagen .. es war .. mir fällt gar kein Wort dazu ein .. spannend und entspannend. Die Übungen trainieren unheimlich die Tiefen-Muskulatur. Mein Gleichgewicht hat an dem Tag ganz gut standgehalten. Am Ende der Stunde hatte ich das Gefühl, dass alles wieder eingerenkt ist. Trotz der ganzen Müdigkeit vom Dreh, war der Kopf nur halb so schwer.

Damit geht es also nun in den Schnitt-Endspurt. Es ist nicht mehr weit.

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