Heim gekommen.

So. Nach fünf Wochen Panchakarma zurück zuhaus. Auf der einen Seite könnte ich explodieren vor Dingen, die es zu berichten gibt – ehrlich, ich habe schon überlegt, ob es nicht sinniger ist, ein Buch über meine Erfahrungen schreiben, anstatt es für den Blog aufzustückeln.

Auf der anderen Seite fühle ich mich gerade so geerdet, so in mir ruhend, dass ich gar nicht so sehr das Bedürfnis verspüre, viele Worte über die vergangene Zeit zu verlieren. Verzwickt ☺️

Die fünf Wochen fühlten sich nach fünf Monaten an, wenn ich überlege, was ich alles erleben und lernen durfte. Und rein körperlich betrachtet ist der Prozess auch noch nicht abgeschlossen. Mein Ayurveda-Therapeut Michael sagte mir schon, dass sich die volle Wirkung der Behandlung Anfang Januar entfalten wird.

Ich bin heim gekommen. Nicht nur zurück in meine alte Umgebung – sondern ins Hier und Jetzt. Ins Leben. Eine neue Art von Einklang mit mir selbst, mit der Natur, mit dem Universum hat mich durchdrungen.

Das ist so wertvoll an dieser ganzen Zeit gewesen: Viele Dinge bekamen endlich den Raum und die Zeit, über fünf Wochen mal ganz ungestört in mir zu wirken, ganz tief zu sinken und sich zu verankern. Auf gewisse Weise habe ich im Ayurveda mein Zuhause gefunden, sozusagen meine ursprüngliche Natur wiederentdeckt.

Auch die körperlichen Effekte der Panchakarma sind einfach so unfassbar schön. Alle MS-Symptome verschwunden, ich spüre seit ein paar Tagen, wie mein Körper kräftiger und kräftiger wird. Meine Gewebe sind und werden genährt. Alles fühlt sich gereinigt an, bis in den kleinsten Winkel.

Und so vieles mehr. Meine Wahrnehmung hat sich verändert. Meine Augen sind besser, ich sehe schärfer, habe klarere Sicht, ein intensiveres Farbsehen. Meine Konzentration ist viel schärfer. Mein Geruchssinn noch feiner, die Geschmacksnerven sensibler. Meine Haare sind kräftiger, meine Haut wird von Tag zu Tag reiner. Der hormonell bedingte Haarausfall ist Geschichte. Alte Wehweh-chen sind wie weggepustet.

Über die Zeit habe ich wieder angefangen, zu malen und zu singen. Und neu hinzu kam plötzlich, dass da Gedichte aus mir heraussprudelten.

Auch geschrieben und fotografiert habe ich ein wenig, aber nicht gezielt und nicht in Blog-form, weil mir nicht danach war. Während all der Zeit fiel es mir nicht schwer, alle gewohnten Gerätschaften und Aktivitäten ruhen zu lassen. Da waren weder Smartphone-, Instagram- noch Kaffee-Entzugserscheinungen.

Es ist ganz viel an die Oberfläche gekommen und es ist ganz viel heil geworden, auf unterschiedlichen Ebenen.

Dies ist also ein erstes Hallo nach der langen Zeit. Ich werde mir noch überlegen, in welcher Art und Weise ich all die intensiven Erfahrungen mit euch teilen kann! Jetzt taste ich mich erstmal zurück und integriere meine neugewonnenen Erkenntnisse in den Alltag.

Mein Herz sprudelt und knistert. Ich bin heim gekommen. Auf so vielen Ebenen.
Mit Dankbarkeit. Tiefe. Klarheit. Bewusstheit. Erdung. Leben.

6 thoughts on “Heim gekommen.

  1. Liebe Sabine,

    ich freue mich sehr für dich! Alles Liebe und gutes Eingewöhnen in deiner persönlichen „Heimat“!

    Liebe Grüße,
    Katrin

  2. Willkommen zurück, Sabine!
    Dass du dich heim gekommen fühlst, freut mich sehr. Habe oft an dich gedacht, wie es dir wohl geht, ob du die Stille nicht auch mal erdrückend fandest, ob du gelernt hast im Jetzt zu leben, ob du dich in den Augen deiner Liebsten verändert hast, ob du in deinem Leben essentielle Dinge ändern wirst…. und vieles mehr. Bin gespannt.
    Ganz liebe Grüße 🙂

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