Ein Neustart

Aufregende Tage liegen hinter mir – in die gute und die schlechte Richtung. Schlecht, weil mein Blog gehackt wurde und dabei mein schöner letzter Beitrag flöten gegangen ist. Aber nun gut, ich mag den Hacker nicht mit meinem Unmut belohnen, daher ist es mir mittlerweile egal.

Und in die gute Richtung, weil ein paar neue Werke von mir veröffentlicht wurden, die mir am Herzen liegen.

Ihr wisst ja nun schon, dass ich seit einer Weile für das Genzyme Projekt „Einblick“ filme und texte. Wir haben jetzt endlich eine schicke neue Website bekommen, die ich euch wärmstens ans Herz legen kann: einblick.ms-persoenlich.de

Vielleicht habt ihr Lust dort zu stöbern, ihr findet viele viele tolle Werke von insgesamt sieben MS-Bloggern: JuSu von Mama Schulze, Heike von Multiple Arts, Lara von foodtravelhappinessblog, Paola von Schubweise, Alex von Thrillertante, Christina von Snuselswelt, meiner Wenigkeit und dazu noch von unzähligen Angehörigen und Gastbloggern.

Diesen Monat ist unser Thema „Neustart“. Dazu habe ich auch einen Text beigesteuert, der sich um die ersten Gefühle in den Wochen nach der Diagnose dreht. Zur Bebilderung ist mir eine Fotostrecke von damals wieder in die Hände gefallen. Es ist die allererste kreative Arbeit, die ich je zum Thema Multiple Sklerose angefertigt habe.

Sie stammt aus meinem Medienproduktions-Studium. Für das Fach Fotografie hatte ich damals eine Fotostrecke geschossen namens „Ausgebremst“. Umgesetzt ist sie als Selbstportrait und sogar noch analog auf schwarz-weiß Film. Am Ende ist daraus ein gedrucktes Buch entstanden mit acht Fotografien und kleinen Texten dazu.

In meinem Beitrag für „Einblick“ findet ihr ein paar meiner Negativ-Scans von diesem Werk. Ich bin gespannt, was ihr dazu sagt! Sowohl zu dem Text, als auch zu den Bildern -> hier geht’s zum Beitrag!

3 thoughts on “Ein Neustart

  1. Die neue ms persönlich Seite gefällt mir. Viel übersichtlicher.
    Ich hab deinen Artikel gelesen. Diese Phase, in der man in den Spiegel guckt und sich nicht mehr wieder erkennt, super von dir beschrieben. Das hat bei mir lange angehalten. Lange kam ich mir irgendwie fremd vor. Besonders der leere Blick. Ich hab sogar andere gefragt, „guck mal, findest du nicht auch, dass ich anders schaue? Schau doch mal genau!“ 😀
    Die Symptome spielten da sicher eine große Rolle, aber ich glaube am meisten war es diese Tatsache für immer nicht mehr gesund zu sein, nicht mehr unversehrt zu sein. Der Schock und tausend andere Gefühle waren mir ins Gesicht geschrieben, die nur ich und vielleicht meine Liebsten sahen. Neulich stöberte ich auf meinem PC alte Bilder durch. Hört sich jetzt vielleicht bescheuert an, aber auf den Bildern vor der Diagnose hab ich einen anderen Ausdruck als auf allen anderen nach der Diagnose. Und obwohl ich ein positiver Mensch bin und alten Zeiten selten nachtrauere, muss ich zugeben, überkam mir eine leichte Wehmut und ich wünschte für einen Moment, es wäre wieder so wie vorher – Alles unbeschwert, alles in Ordnung…
    Liebe Grüße 😉

    1. Liebe Mia, das geht mir haargenau so, wenn ich mir Fotos von vor der Diagnose anschaue. Und ich frage mich, ob man diese Unbeschwertheit sehen MÖCHTE oder ob sie einem wirklich ins Gesicht geschrieben steht .. denn ich war Weißgott kein unbeschwerter Mensch VOR der Diagnose. Ich fühle mich jetzt auf gewisse Art und Weise unbeschwerter als damals – wenn die MS ruhig ist… eine interessante Sache auf jeden Fall 🙂

      1. Bei mir ist es anders, ich empfinde mich heute weniger unbeschwert als vorher. Oder vielleicht ist es auch nur zur Zeit so, weil ich viel um die Ohren habe gerade.
        Aber interessant, deine Frage, ob man diese Unbeschwertheit nur sehen MÖCHTE… bringst mich immer wieder zum Nachdenken;)
        Alles Liebe und ein schönes Wochenende!

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