Einmal Reset, bitte

Exciting news ­čÖć┬á– ich habe etwas Gro├čes vor. Genaugenommen habe ich viele gro├če Dinge vor in den n├Ąchsten Monaten.. whaaaa – Ver├Ąnderung! Freude! Als erstes werde ich┬áin circa einem Monat f├╝r f├╝nf Wochen abtauchen. Denn ich habe mich auf Anraten meines Ayurveda-Therapeuten Michael Rohrschneider dazu entschieden, eine Panchakarma zu machen. Eine Panchakarma ist eine ayurvedische Tiefenreinigungskur. Wenn sie gewissenhaft durchgef├╝hrt wird, wird sie individuell auf die Bed├╝rfnisse des ┬ájeweiligen Menschen zugeschnitten, der sie bekommt.

Michael hat mir das damals schon empfohlen, als ich ihm das erste Mal gegen├╝ber sa├č und erstaunt meinen Erz├Ąhlungen lauschte, als ich schilderte, was ich mir selbst zumute und wie es mein K├Ârper bisher immer wieder geschafft hat, alte MS Symptome abzusch├╝tteln und sich selbst zu heilen. Er hat mir daraufhin einen Behandlungsvorschlag im Rahmen einer Panchakarma geschrieben. Diese zielt darauf ab, meine Doshas wieder ins Gleichgewicht zu bringen und so auch die MS auf l├Ąngere Zeit ein St├╝ck weit zu lindern.┬áWie gro├č dieses St├╝ck ist, da macht er nat├╝rlich keine Versprechungen und am Ende h├Ąngt es ja mit an mir. ┬áDenn klar ist: es kommt beim Erfolg der Behandlung auch darauf an, wie ich mich im Alltag verhalte.

Es ist merkw├╝rdig, all die Jahre seit der Diagnose habe ich Methode um Methode, Therapie um Therapie kennengelernt und damit auch viele Menschen, die jeweils ├╝berzeugt diesen Therapien nachgegangen sind. Ich fand das alles h├Âchstinteressant, habe es mir beschreiben lassen, recherchiert, gelesen, zum Teil ausprobiert. Was mich als Einziges wirklich richtig ├╝berzeugt hatte bis vor kurzem, war die Traditionelle Chinesische Medizin, an dessen Oberfl├Ąche ich im Rahmen meines Films „Kleine graue Wolke“ gekratzt habe. Die damit verbundene Person ist Beate aus Frankfurt. Unsere Begegnung vor vier Jahren hallt bis heute in mir nach.

Es ist fast so, als w├╝rde ich jetzt an diese Begegnung ankn├╝pfen, seit ich mich mit Ayurveda besch├Ąftige. Als ich Beate damals traf, sp├╝rte ich auf der einen Seite eine starke Verbundenheit und ├ähnlichkeit zu ihr. Auf der anderen Seite habe ich aber auch gemerkt, wie sehr sie in einem wunderbaren Prozess steckt. Und wie sehr sie dabei ist, aufzubl├╝hen durch diesen Prozess. Es gibt nicht viele Zuschauer, die das spontan ├╝ber die Leinwand gesp├╝rt haben. Oder – selbst wenn sie es vernommen haben – diese Energie f├╝r sich mitnehmen konnten. Die Masse identifiziert sich eher mit den anderen Protagonisten. (Nebenbei: ich verstehe langsam mehr und mehr, warum.)

F├╝r mich sollte es also nicht TCM sein, sondern Ayurveda. Das war wie Liebe auf den ersten Blick. Das war wie das eigene Bett, wenn man von einer langen Reise zur├╝ckkommt. Am Anfang ein wenig fremd, aber nach kurzer Zeit und ganz tief drinnen sowas von zuhause. Und jetzt gehe ich meine eigenen Prozesse und sehe pl├Âtzlich so viele Parallelen zu damals. Ich erinnere mich noch genau, als ich mit Beate durch einen Frankfurter W├Ąldchen schlenderte und sie mir ├╝ber verschiedene Dinge berichtete, die sie in ihren Zen-Kursen gerade gelernt hat. Ich werde mir dieses ganze alte Filmmaterial nochmal zu Gem├╝te f├╝hren und es mit meinen jetzigen Ohren h├Âren.

Nun lasse ich mich also zum allerersten Mal auf etwas ein. So richtig. Ich habe einen Menschen als Ratgeber (Michael ist gemeint). Er ist der Erste, dem ich mich so richtig anvertraue. Das hat bisher in dem Ma├če auch noch kein Arzt geschafft. Michael hat mir damals nicht nur die Panchakarma empfohlen, sondern auch viel mit mir ├╝ber Lebensf├╝hrung gesprochen. Er sieht mich und meine Gesundheit in einem viel gr├Â├čeren Kontext als Neurologen es tun. Und er hat mir damit auch direkt so viele wertvolle Informationen mit an die Hand gegeben, so dass ich selbst ganz viel tun kann. Jetzt. Sofort. Unabh├Ąngig von der Panchakarma.

Obwohl die MS durch die Ver├Ąnderungen in meiner Lebensf├╝hrung vor drei, vier Monaten komplett aus meinem Leben verschwand, habe ich mich damals schon f├╝r die Behandlung entschieden. Und jetzt, wo mein K├Ârper seit der Hormonumstellung v├Âllig verr├╝ckt spielt und die MS mich wieder auf Schritt und Tritt begleitet, bin ich nochmal mehr gl├╝cklich ├╝ber diese Entscheidung.

F├╝nf Wochen gehe ich dann also bald komplett raus aus allem. Kein Handy, kein PC, kein Internet, kein Kontakt zu Menschen aus meinem t├Ąglichen Umfeld, au├čer zu meinem Mann. Kein Job, keine Telefonate, keine Filme, weg von Zuhause. Ich mit mir selbst in einem kleinen H├Ąuschen. Und die verschiedenen t├Ąglichen Anwendungen der Panchakarma. Ich m├Âchte innerhalb dieser Wochen nicht nur viel meditieren, sondern auch das Schweigen erleben. Das hatte ich schon immer mal vor und es ist die perfekte Gelegenheit, finde ich. Mindestens 7 Tage, vielleicht sogar 14 werde ich einfach schweigen. Und beobachten, was es mit mir macht.

Eine Zeit der Stille und der Reinigung. Was sie wohl in mir bewirkt? ÔťĘ

4 thoughts on “Einmal Reset, bitte

  1. Liebe Sabine,

    ich verfolge ja schon seit geraumer Zeit deine Geschichte, die 1000 Geschichten von den anderen und habe mir auch schon vor Zeiten Deinen Film geholt.
    Mir haben sie MS vor 5-einhalb Jahren diagnostiziert.
    Meine erste Reaktion war erst einmal, Aufatmen, endlich wusste ich was mit mir los ist ­čÖé
    Meine zweite Reaktion war: und jetzt erst recht.
    Ich habe mich auch viel mit Selbstheilung befasst und bin mir sicher, das man es schaffen kann.
    Ich habe diverse ├ähnlichkeiten in dem inneren Verlauf von Dir gesehen und es ist sch├Ân jemanden zu lesen, der mehr oder weniger den gleichen Verlauf hat.
    Als dann bei mir die innere Ruhe angefangen hatte, hatte ich schon fast Angst zu ruhig zu sein, es kam mir schon fast gleichg├╝ltig vor.
    Ich bin fest der ├ťberzeugung das, wenn Du Dein inneres Selbst gefunden hast, die Sch├╝be immer weniger und leichter werden.
    Ich w├╝nsche Dir weiterhin alles Gute auf Deiner Reise und freue mich schon auf Deine sp├Ąteren, weiteren Beitr├Ąge.

    Danke und viel Spa├č bei der Entdeckung von Dir,

    LG
    Tina

  2. Hallo Sabine,
    stimmt auch ich habe immer wieder neue Therapien und M├Âglichkeiten kennengelernt, Menschen die es schafften, neue Sichtweisen etc. und ich bin an der Ern├Ąhrungsumstellung und Zhi neng Qi Gong und Minimalismus in allen Lebenslagen h├Ąngengeblieben. Ich denke letztendlich ist es egal ob TCM oder Ayurverda oder oder auf einen selbst kommt es an.
    Ich gehe im November f├╝r drei Tage auf ein Zhi neng Qi Gong Seminar bei einem chinesischen Lehrer um die ganze Sache zu vertiefen sozusagen vom Original lernen. Er selbst war Sch├╝ler bei Dr. Pang dem chinesischen Arzt der dies gegr├╝ndet hat.

    Dir w├╝nsche ich aufregende und erlebnisreiche f├╝nf Wochen.

    Liebe Gr├╝├če
    Ursula

    1. Klasse, das klingt toll! Ganz viel Freude w├╝nsche ich dir bei dem Seminar!
      Und ich teile deine Ansicht, dass es am Ende ganz auf einen selbst ankommt ­čÖĆ
      Liebe Gr├╝├če!

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