Blindfisch? Nicht mehr lang

Geduld. Nicht allzu lang her, dass ich einen Podcast dazu aufgenommen habe. Ich übe mich darin, weiterhin. Es ist schon längst nicht mehr so schlimm mit meiner Ungeduld und dem übersprudelnden Ehrgeiz, wie vor eineinhalb Jahren noch. Und dennoch werde ich immer wieder neu auf die Probe gestellt.

Denn nachdem ich nun so „MS-frei“ bin, habe ich ein neues .. sagen wir mal Projekt begonnen. Ich habe beschlossen, mich eigenständig von meiner Kurzsichtigkeit zu befreien. Vor vier Wochen hat das Training und alles andere drumherum begonnen. Nach zweieinhalb Wochen hatte ich schon eine halbe Dioptrie weniger Sehschwäche und mittlerweile kann ich durch eine alte Brille, die eine ganze Dioptrie weniger Sehstärke hat, als meine Ausgangsbrille, fast normal scharf sehen.

Es ist verrückt, wieviele Emotionen ich mit dieser Aktion losgetreten habe. Sowohl in mir als auch um mich herum. Fangen wir mal mit dem Umfeld an: Unglaublich, wie so eine Entscheidung polarisieren kann. Das hat mich umgehauen. Also weder positiv noch negativ gemeint. Es war und ist einfach nur erstaunlich.

Es gibt auf der einen Seite die Menschen, die das total feiern, mich anfeuern und einige, die sogar schon von den Methoden gehört haben, die ich nutze. Und dann gibt es den überwiegend extrem skeptischen Teil, bei dem einige Menschen beinah Rückwärtspurzelbäume veranstaltet haben, weil sie das Ganze so absurd finden.

Ich für meinen Teil habe keine Zweifel, dass es funktionieren wird. Mein ursprünglicher Zeitplan war mal, dass ich im März 2019 wieder normal sehen möchte. Dass es nun nach einem Monat schon so sichtbare und deutliche Erfolge gibt, damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Der Impuls zum Ehrgeiz und zur Ungeduld ist da an manchen Tagen nicht weit. Aber ich spüre diese grundlegende Veränderung in mir, dass ich mich schnell wieder entspannen kann und zurück zur Geduld komme.

Warum ich mir so sicher bin, dass es funktioniert? Weil der Körper ein Wunderwerk ist. Ich hatte sogar schon den Termin für Laser-OP gemacht, weil ich absolut keine Lust mehr auf die Brille habe und Kontaktlinsen auf Dauer für mich keine Option sind. Und dann meldete sich plötzlich mein Bauch und sagte: „Lass das mit dem Eingriff. Das kriegst du auch ohne hin.“ Es war so deutlich, so klar. Ich begann zu recherchieren und stieß auf mehrere Techniken und Methoden und habe mir so ein eigenes kleines Programm zusammengestellt, dass ich nun jeden Tag abfahre.

Seit einer Woche gibt es immer mehr Momente, in denen ich für einen winzigen Augenblick ohne Brille fast alles glasklar sehe. Das beweist nur: Meine Augen sind völlig in Ordnung. Und mein Körper kriegt das wieder hin mit dem Sehen. Auch nach 18 Jahren (!) Brille. Mehr als die Hälfte meines Lebens trage ich nämlich schon eine Sehhilfe.

Das wirklich krasse an diesem Projekt ist das, was es innerlich ausgelöst hat. Ich werde da plötzlich mit Dingen aus meinem Unterbewusstsein konfrontiert, die sorgsam verschlossen in einer staubigen Ecke geschlummert haben. Das ist zuweilen sehr emotional. Und so wertvoll. Ich bin auf allen Ebenen zutiefst dankbar, diese Entscheidung getroffen zu haben. Mehr noch für den inneren Prozess als für die Sehkraft, die wieder stärker wird.

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Wenn ihr euch für meine verschiedenen Techniken & Methoden zum Augentraining interessiert, schreibt mir gerne 🦋

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