Ein Interview und eine Verlosung

So, ich habe mal ein kleines Experiment gewagt. Es ist weit von technischer Perfektion entfernt, aber wie heißt es so schön „Content is king“ ..? Das folgende Skype-Interview-Video ist eine ganz spontane Idee gewesen, als mich Samira von chronisch-fabelhaft.de neulich anschrieb und mir ihr erstes Buch vorstellte.

„Und morgen Santiago“ heißt das Werk und es handelt von ihrer Pilgerreise auf dem Jakobsweg. Da ich letztes Jahr für ein paar Monate auch mal ernsthafte Pilger-Gedanken hatte, fand ich das Thema spannend und durfte ihr Buch vorab Probe-lesen.

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Bauchlandung & Gamechanger

Mein Leben überschlägt sich gerade. Buchstäblich! Es passiert so viel Aufregendes auf einmal, dass ich letzte Woche eine Bauchlandung hingelegt habe, pünktlich zu meinem 31. Geburtstag. Irgendwie habe ich es schon kommen sehen. Motor einfach komplett abgesoffen.

Was mich aber einmal mehr zu wunderbaren Erkenntnissen geführt hat.

Also, wo fange ich an? Vielleicht damit, dass wundervolle neue Menschen in mein Leben getreten sind. Eine kleine große Familie aus Pronstorf. Kai, Deva und ihre fünf Kinder. Der Kontakt entstand eigentlich beruflich. Aber bereits beim ersten Treffen hatte ich mich Hals über Kopf in die Familie und vor allem in ihre Haltung zum Leben verknallt.

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Wieso soll ich so besonders sein?

Es ist so weit. Endlich. Vor einigen Monaten – muss ich jetzt schon sagen – habe ich euch ganz kurz berichtet, dass ich einen ganz besonderen neuen Menschen ins Herz geschlossen habe. Daniel. Jetzt ist die Doku, die für das Blogger-Projekt Einblick entstanden ist, im neuen Themenmonat Angehörige online gegangen.

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Ein Hauch von Bestimmung

So. Bald ist es tatsächlich drei Jahre her, dass ich meinen Bachelorfilm „Kleine graue Wolke“ fertig gestellt und damit auch mein Studium abgeschlossen habe. Wie faszinierend schnell diese Zeit rückblickend vergangen ist. Gerade mal vor einem Jahr kam die DVD auf den Markt.

Drei Jahre mit der eigenen Filmproduktionsfirma, drei Jahre als Unternehmerin und drei Jahre, in denen ich mich als Filmemacherin mit Multiple Sklerose auseinandersetze. „Was? Du machst Filme über deine eigene Krankheit?“ + eine hochgezogene Augenbraue ernte ich oft im Gespräch mit anderen über meinen Beruf.

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„Multiple Schicksale“, Jann und ich

In ein paar Tagen ist es soweit und ein weiterer Langfilm über MS wird in die deutschen Kinos kommen! Filmemacher Jann Kessler und ich haben schon seit einer Weile Kontakt – ich glaube wir haben uns gegenseitig vor ca. einem Jahr gefunden, als mein Film in den Startlöchern stand. Was für ein irrer Zufall, dass wir fast gleichzeitig den Drang verspürten und begannen, unsere Berührungspunkte mit der MS filmisch zu verarbeiten. Er in der Schweiz und ich in Deutschland. Er als 16jähriger Angehöriger und ich als 27jährige frisch-Diagnostizierte.

„Multiple Schicksale“ hat Jann seinen Film genannt und besucht – wie ich in „Kleine graue Wolke“ – verschiedene Menschen mit MS, um von ihnen zu lernen. Und wie bei mir ist es am Ende die Bekanntschaft zu all diesen Menschen, die uns am meisten nach vorn bringt.

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Wau Miau

Uuuuuuh, was für ein toller Themenmonat gestern auf Einblick gestartet ist: Haustiere. Es gibt so Themen, bei denen alle Beiträge vor Liebe nur so funkeln! Dieses Thema gehört definitiv dazu. Ich habe diesmal nicht nur gefilmt, sondern auch getextet. Tiere gehören schon immer irgendwie zu meinem Leben ganz eng dazu, auch wenn ich nicht zu jedem Zeitpunkt ein eigenes Haustier besessen habe. Es gibt da einfach eine ganz besondere Beziehung zwischen mir und ihnen, die sich schwer in Worte fassen lässt.

WINNIE

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Kraft tanken

Dieses Jahr komme ich echt rum – also für meine Verhältnisse 🙂 Jetzt war ich schon in vier neuen Ländern und etlichen neuen Städten und da werden auch noch ein paar dazukommen in diesem Jahr. So langsam bin ich richtig reisesüchtig geworden. Und das mir .. wer hätte das gedacht.

KGW in NizzaMeine jüngste Reise hat mich zum ersten Mal nach Frankreich geführt. Da ich kein Französisch in der Schule hatte und sich die Franzosen zum Teil ja sehr schwer mit Englisch tun, hatte ich bisher kein Bedürfnis dieses Land zu bereisen. Aber in diesem Jahr war ich nun bereit, einfach mal zu schauen, wie es dort so ist.

Und es war eine wundervolle Zeit. Erinnert ihr euch an meinen ersten Schreibgast? Sie lud mich in ihr idyllisches Städtchen ein, in das sie zusammen mit ihrem Mann ausgewandert ist vor einigen Jahren. Die beiden haben dort ein traumhaftes Haus. Und auch alles drumherum dort ist wie im Bilderbuch. Weinberge, Steinhäuser, alte Kirchen, alte Dörfer, bunte Häuser, prachtvolle Vegetation, Sonne, duftende Blumen – und natürlich Käse und Baguette im Überfluss.

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Tausend Gesichter – Sandra

Mit Mädchen-Freundschaften hatte ich wirklich Pech im Leben. Bis heute rätsele ich, warum ich so extrem dieser Kummerkasten-Typ Mädchen war, bei dem man sich ausheulen und allenfalls noch die Hausaufgaben abschreiben konnte, doch für mehr hat es dann nicht gereicht. Aufgewachsen in einem Männerhaushalt mit drei Brüdern hab ich mich so sehr nach einer weiblichen Person (außer meiner Ma) an meiner Seite gesehnt. Und Mal um Mal bin ich enttäuscht worden. Nach dem Abi bin ich dann wieder dazu übergegangen, Männer-Freundschaften zu pflegen, aber das ist natürlich kein Ersatz – nichts gegen euch, Männer!

Die Hoffnung war schon ganz aufgegeben, als zu Beginn des Studiums Sandra in mein Leben trat. Das war wie Liebe auf den ersten Blick. Wir sind kurze Zeit später zusammen in eine WG gezogen. Der Uni-Stress hat das Gemeinschaftsleben später ein wenig überschattet, aber wir haben so großartige Partys gefeiert. Ich konnte mein Glück kaum fassen.  Dann kam die MS. Und ich hab es nicht mehr geschafft, offen zu bleiben für diesen tollen Menschen in meinem Leben. Die Diagnose hat mich so verwirrt, dass ich aufgehört habe, mit ihr über meine Gefühle zu reden. Meine Zimmertür war fortan immer zu. Gekocht hab ich nur alleine, weil die restliche WG nichts von meiner MS erfahren sollte und ich ein MS-Kochbuch benutzt habe. Im Nachhinein hab ich es mir selbst so wahnsinnig schwer gemacht. Warum? Keine Ahnung.

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