Das Panchakarma-Fazit

Anfang des neuen Jahres – hat mir Michael prophezeit – ist die volle Wirkung der Panchakarma da. Taddaaaa! Nun ist es also soweit. Deswegen will ich hier mal meinen jetzigen Status Quo festhalten.

Der Motor: Meine Verdauung

Mein gesamtes Verdauungssystem ist spürbar stark. Stark wie ein Bär und zudem ausbalanciert. Der Prozess läuft reibungslos und ich merke erst jetzt, wie sehr mich die Hindernisse im System jahrelang belastet haben. Ich hatte mich schon so an Völlegefühle, Bauchschmerzen, Blähungen & Co gewöhnt, dass sie für mich einfach dazugehörten.

Ich habe auch viel mehr Energie als vorher und brauche dabei wesentlich weniger Nahrung und Schlaf. Zwei Mahlzeiten und sechs Stunden Schlaf sind momentan optimal für mich.. ohne, dass ich mich explizit darauf einschießen würde oder mir selbst Regeln auferlegt habe. Ich lasse jeden Tag meinen Körper entscheiden, wieviel er zu essen braucht und jeden Morgen, wann er aufwachen möchte. Also ohne mein Zutun sagt er mir mittags und abends „HUNGER!“ und morgens um fünf Uhr „AUFSTEHEN!“ 😊

MS-Symptome

Durch das Absetzen der Pille hatte ich direkt vor der Behandlung mit sehr sehr vielen alten Bekannten zu tun. Vor allem Kribbeln, Taubheitsgefühle und Sehstörungen waren vor der Behandlung sehr präsent.

Die meisten MS-Symptome sind verschwunden. Ganz selten meldet sich jetzt mal ein Kribbeln. Das verschwindet dann auch wieder nach ein paar Minuten. Ich  nehme jetzt für einige Wochen zusätzliche pflanzliche Präparate, die mir Michael empfohlen hat. Sie sollen sich weiterführend positiv auf mein Nervensystem auswirken.

Die früher so häufige Fatigue ist übrigens seit ich regelmäßig meditiere nicht mehr aufgetaucht, also schon seit mehr als einem halben Jahr Geschichte!

Abwesenheit von unkontrollierbaren Gelüsten

Es gibt kein Verlangen mehr nach Kaffee, Fleisch und industriellen Süßigkeiten. Auch diese ganze Snackerei so Zwischendurch, die ich vorher am Start hatte, ist weg. Dadurch, dass ich wesentlich bewusster konsumiere, fallen all diese Sachen von alleine weg, ohne dass ich mich dafür anstrengen müsste oder sie vermissen würde.

Die Bewusstheit macht hier tatsächlich den Unterschied. An Silvester und Weihnachten habe ich auch mal ein Glas Wein getrunken oder Stück selbstgebackenen Schokokuchen gegessen. Aber nicht einfach rein damit, so wie sonst.
Nicht nur die bewusste Wahl der Nahrungsmittel, sondern auch der Umgang damit und mit seinem eigenen Körper macht Essen und Trinken zu einer ganz neuen Erfahrung. Ich kann jetzt ganz anders und vor allem SOFORT fühlen, ob mir ein Nahrungsmittel wohl bekommt oder nicht. Und ich bin nicht mehr bereit Kompromisse zu machen.

Früher hatte meine Zunge und mein Gehirn die Kontrolle über meine Essgewohnheiten. Nicht mein Körper. Es ist schwierig, dieses wirklich zu unterscheiden, denn ich habe schon in dem Glauben gelebt, dass ich meinem Körper Gutes tue. Erst jetzt ist es wirklich deutlich für mich, was dem Körper gut tut und was nicht. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr einem die Zunge und der eigene Kopf da manchmal Streiche spielt!!

Ein neuer Blick

Langsam verstehe ich, was mit „Bewusstsein“ oder „Bewusstheit“ gemeint ist. Ich fühle mich verbunden zu dem jetzigen Zeitpunkt. Zu dem Jetzt, wo das Leben stattfindet. Ich fühle mich verbunden zu unser aller Ursprung, der Natur. Wenn ich einfach stillsitze und atme, kann ich fühlen, wie mein Herz vor Freude blubbert.. ohne dass irgendetwas Besonderes passiert um mich herum. Ohne Grund. Es gluckst einfach fröhlich vor sich hin.

Es fällt mir leichter als je zuvor mich in lange Meditationen zu setzen. Na gut, auf drei Stunden schaffe ich es noch nicht. Aber die Hälfte davon ist mittlerweile kein Problem mehr. Ich spüre eine neue Art von Energie-Zirkulation in meinem Körper, während ich meditiere.

Ich habe jedoch eine Weile gebraucht, um mich neu an die Welt zu gewöhnen. Das klingt merkwürdig .. es ist auch schwer in Worte zu fassen. Es hat viel damit zu tun, dass ich alte Identifikationen losgelassen habe (und es auch immer noch tue). Ich habe ein neues Empfinden für die Welt oder das Leben oder was auch immer mitgebracht. Nun stehe ich erst einmal in einem Strom, der in die andere Richtung zu fließen scheint. Ob er es nun wirklich tut oder nicht, da will ich mich nicht festlegen.

Das Fazit

Alles in allem kann ich sagen, dass ich mich noch nie so pudelwohl in meinem Körper und mit mir selbst gefühlt habe. Jeder Tag erfüllt mich mit Dankbarkeit, dass ich das alles erleben durfte und jeden Tag neu erleben darf. Und ich habe immer noch das Gefühl, dass meine Kräfte täglich mehr werden 💪

Mein Fazit ist: Ich werde es wieder tun! Das war auf keinen Fall meine letzte Panchakarma. Michael sagte mir mal, dass man bei MS eigentlich drei Jahre hintereinander eine Panchakarma durchführt. Ich weiß nicht, inwiefern das auch von dem Stadium der MS abhängt. Ob es nun schon in 2018 oder irgendwann später sein wird, ist auch eigentlich für mich gerade unerheblich. Fakt ist: Diese Reinigung war dringend notwendig und das Leben wird sie immer mal wieder notwendig machen. Auch wenn ich keine Probleme damit habe, meine Lebensführung so umzugestalten, dass sie mir entgegenkommt – in so einer Panchakarma wird alles einfach nochmal ganz anders reset-ed. Das klärt nicht nur Körper, sondern auch Geist in einem Maß, das ich nicht für möglich gehalten habe.

3 thoughts on “Das Panchakarma-Fazit

  1. Liebe Sabine,

    ich interessiere mich sehr für eine Panchakarma. Im Internet findet man aber teilweise recht widersprüchliche Informationen. zB reicht die Dauer (zumindest bei den Angeboten in Österreich) von nur 7 Tagen (!?) bis 3 Wochen – ein Angebot für fünf Wochen konnte ich gar nicht finden. Wie weiß man wie lange es dauern „sollte“? Auch preislich finde ich enorme Unterschiede (und enorme Preise… *schluck*) – wie kann ich wissen ob eine Panchakarma dann auch wirklich professionell gestaltet ist und die gewünschte Qualität für mich hat?

    Wie bist du letztendlich zu Michael gekommen? Durch Google bzw Zufall oder Empfehlung?

    Viele liebe Grüße,
    Claudia

    1. Das ist wirklich gar nicht so leicht, was du da ansprichst. Also zunächst Mal: ein wirklich seriöses Panchakarma-Angebot von Dauer und Preis wird dir erst nach einer Erstuntersuchung unterbreitet. Denn die Dauer und Kosten hängen von den für dich notwendigen Behandlungen ab und die kann ja niemand vorher sagen, ohne dich vorher untersucht zu haben. Ich habe den Eindruck, dass solche Pauschalangebote eher für „gesunde“ Menschen gedacht sind.
      Ende Januar werde ich Michael für meinen Blog interviewen und ihn danach fragen 😊
      Er war eine Empfehlung von Kai und Deva .. und ich kann ihn dir nur wärmstens ans Herz legen, die Reise lohnt sich 🙏🏻

  2. Dein Blog Post kam zum besten Zeitpunkt für mich. Ich bin dir unendlich dankbar 🙏

    Nach sehr schweren November- und Dezemberwochen, ich hatte mich selbst „verloren“, bin ich dank deines Erfahrungsberichts wieder in die richtige Bahn gelenkt worden. Ich habe angefangen über Ayurveda zu lesen, und seit einer Woche Nahrungsumstellung fühle ich, dass es das ist was ich brauche. Es fühlt sich „just right“an.

    Herzliche Grüsse,
    Chris

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