Eine Toolbox der Möglichkeiten

Es gibt einige Sätze, die mich in den letzten Monaten immer häufiger begleiten. Das sind Worte wie „Was du da machst, das könnte ich nicht“ oder „Ich bewundere, wie du das machst“ und so was in der Richtung.

Das ist wirklich immer sehr liebes Feedback 🙏 aber nun möchte ich etwas mit euch teilen: Was ich mache, ist nichts Besonderes in dem Sinne, dass man dafür nicht bestimmt sein muss. Jeder kann das im Prinzip. Und je länger ich so lebe, wie es gerade tue, desto „normaler“ fühle ich mich – in dem Sinne, als dass ich einfach nur das Leben lebe. Ohne Schnickschnack. Ohne Hashtag. Ohne, dass ich mich einer bestimmten Gruppe von Menschen zuordne. Ich fühle mich nicht besonders oder anders.

Natürlich verstehe ich, woher diese Sätze entspringen. Deswegen möchte ich euch einen Perspektivwechsel geben.

Alles eine Sache der Perspektive

Manchmal mag es groß, mutig und unerreichbar erscheinen, was andere tun. Manchmal unverständlich, unsensibel und bösartig. Manchmal magisch, faszinierend und kraftstrotzend. Am Ende ist alles eine Sache der Perspektive. Denn dein Verstand kann gar nicht anders, als von deiner Situation aus einfach nur zu vergleichen und auf Basis dessen zu urteilen.

Du denkst: „Aha – der ist reicher als ich. Die ist ärmer. Der ist fitter. Die ist lahmer. Der ist zielstrebiger. Die ist fauler.“ Und so weiter.

Der Verstand ist einzig und allein dazu in der Lage zu urteilen – vom eigenen Ausgangspunkt aus. Damit ist jedes Urteil, was man fällt, verfärbt.

Freiheit liegt hinter dem Denken

Und was hat das dem ayurvedischen Leben, Panchakarma, Meditation, Yoga und Mungbohnen-Kuren zu tun? Sehr viel.

Seit mir vor einiger Zeit nun schon die Limitationen unseres Intellekts so klar sind, wie noch nie, und ich schon mehrfach daran schnuppern durfte, wie bombastisch sich ein Leben hinter dieser Mauer anfühlt, fällt es mir nicht mehr schwer, diesen Alltag gerade zu gestalten – und damit das Leben in einer völlig neuen Dimension zu genießen. Zu erleben, was wahre Freiheit ist.

Ich weiß nicht, ob ihr euch fragt, ob ich mich selbst geißeln und nötigen muss, die Hälfte meiner damaligen Lieblingsnahrungsmittel wie Kichererbsen und rote Linsen aus meiner Ernährung zu streichen oder tagelang Mungbohnen zu essen oder jeden Tag um 4.30 Uhr aufzustehen.

Anyway: Die Antwort ist nein. Es ist so viel Spaß für mich, wie andere gerne Chips essen oder lange schlafen. Und auch wenn mein Lifestyle auf viele Außenstehende den Anschein des Verzichts macht: Es ist nichts als reine Fülle, in der ich lebe.

Meine Werkzeugkiste

Der Zusammenhang: Das ayurvedische Leben, Meditation, Yoga, Kalari und all das sind einfach wie eine Box voll mit Werkzeugen, um diese Verfärbungen und Verurteilungen vom Denken loszuwerden. Je länger ich all das praktiziere, desto mehr lösen sich antrainierte Verhaltensmuster und Gedankenprozesse auf.

Das Ergebnis ist dieses erfüllte, ganzheitlich gesunde, glückliche, verantwortungsvolle Leben, was für mich gerade erst begonnen hat. Und zwar in einer Art und Weise, in der ich auf nichts verzichten muss. Sondern aus einer natürlichen Leichtigkeit heraus einfach nur andere Entscheidungen treffen kann.

Oft unterhalte ich mich mit Menschen, die mir voller Kummer sagen, dass sie auch gerne so konsequent wären, es aber einfach nicht durchhalten können, zum Beispiel mit der Ernährung.

Es ist so: Bei mir kam das auch nicht alles über Nacht. Ich bin einfach reif für diese ganze Entwicklung gewesen. Und dass es nicht jeder ist, das muss so sein. Jeder muss durch bestimmte Situationen im Leben gehen, um verschiedene eigene Erkenntnisse zu bekommen. Das war auch bei mir so. Ihr habt hier ja die letzten vier, fünf Jahre begleiten können, wo ich mich so durch gewurschtelt habe.

Hat man dann bestimmte Schritte getan, kommt alles andere von alleine! Ich nehme da gerne die Ernährung als Beispiel: Ich muss mich nicht dazu zwingen, keine Süßigkeiten zu futtern, auch wenn ich früher tafelweise Schokolade weggeatmet habe. Ich muss mich ebenso wenig nötigen, Möhren-Suppe statt Burger zu essen. Das ist keine Selbstdisziplin. Das ist einfach das Ergebnis eines Prozesses. Wie die Blüte, die eine Blume bekommt, wenn sie gute Erde und ausreichend Wasser hat.

Und es ist eine Kombination. Die Panchakarma und damit verbundene Reinigung hat unter anderem ungeahnte Klarheit gebracht. Meditation transformiert mein Unterbewusstsein. Und so weiter. Jedes Werkzeug trägt seinen Teil zum Gesamtergebnis bei.

Nicht-Wissen = Potential

Ich möchte euch vor allem zwei Dinge mit auf den Weg geben:

Erstens: Es ist immer richtig, wo man gerade steht. Es gebt nichts zu bereuen, nur zu lernen. Habt Vertrauen in das Leben.

Zweitens: Bleibt immer offen für neue Erfahrungen. Macht euch bewusst, was ihr wirklich wisst im Unterschied dazu, was ihr glaubt zu wissen. Wenn ihr realisiert, dass ihr eigentlich nicht viel wisst, dann gibt es viel zu entdecken.

Und noch etwas: Was ihr hier verfolgt, ist zwar mein Weg, aber es sind nicht meine Werkzeuge. Unsere Ausgangslagen und unsere Leben mögen zwar verschiedene sein. Die Werkzeuge jedoch sind universell. Eine Säge tut bei jedem von uns das gleiche – zumindest bei denen, die gelernt haben, sie zu benutzen 😁

Auf meinen Kanälen lade ich euch ein, diese Werkzeuge und ihre Kraft an meinem Beispiel mitzuverfolgen – und sie dann auch mal selbst auszuprobieren! Man muss kein „Typ“ für Meditation oder Ayurveda oder was auch immer sein. Man muss nur offen genug sein, alles, was der eigene Verstand mit diesen Begriffen bisher angesammelt und verbunden hat, loszulassen und ohne Vor-Urteile ins Erleben zu gehen.

2 thoughts on “Eine Toolbox der Möglichkeiten

  1. Oh ja, ich weiß was du meinst …
    Ich hör auch ganz oft von anderen Menschen Sätze wie „Boah ich könnte das nicht…“ – und dabei fällt mir auf, ich selbst hätte sowas früher auch gesagt! Wenn jemand vor ein paar Jahren zu meinem damaligen Ich gesagt hätte „Du wirst mal regelrecht süchtig werden nach einer eiskalten Dusche gleich nach dem Aufstehen.“ hätte ich sofort mit „Ganz sicher nicht, sowas könnte ich NIE!“ reagiert. Aber siehe da, heut ist es so und ich fühl mich dabei extrem wohl und außerdem richtig schön durchblutet. 😉
    Oder dass ich (als ehemaliger bekennender Zucker-Junkie!) heute eben auch mit Leichtigkeit „Nein danke“ zu Schokolade und Co sage. Ganz am Anfang war das nicht leicht (Gewohnheit und so), aber wie du schon sagst, Schritt für Schritt ergeben sich all diese Dinge irgendwann einfach automatisch und wie von selbst. Ich hab mich in den letzten Monaten persönlich von Projekt zu Projekt und von Erkenntnis zu Erkenntnis bewegt und das Leben wurde dadurch tatsächlich leichter und schöner und ich immer glücklicher. <3

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