FAQ: Wie geht es dir heute?

Schon lange denke ich darüber eine neue Reihe auf meinem Blog aufzumachen – und zwar ein FAQ auf Basis meiner Kinotourtermine. Jeder Ort und jede Vorstellung ist zwar irgendwie komplett verschieden – und genau das ist ja auch das Schöne – aber es gibt so eine Basis an Publikums- und Moderatorenfragen, die sich immer wiederholt. Und da ja nicht alle von euch einen Tourtermin besuchen (können), werd ich einfach mal ein Basispaket an Fragen in dieser Reihe beantworten.

Sag mal – wie geht es dir heute?

Das ist meistens eine der ersten Fragen, nachdem die Lichter im Kino wieder angehen und die Abspannmusik verklingt. Kurz zur Erinnerung: Der letzte Drehtag von KGW war im Oktober 2013. Bis dato hatte ich zwei Schübe (aber schon vor Drehbeginn) und bis auf ein wenig Fatigue und bei langer Belastung kribbelnde Füße und Fingerspitzen keine weiteren Einschränkungen. Da KGW als meine Bachelorarbeit entstanden ist, befand ich mich am Ende meines Studiums, war schon scheinfrei und konnte mich 24/7 auf meinen Film konzentrieren.

Heute bin ich Co-Geschäftsführerin einer Filmproduktionsfirma, die ich im Anschluss an das Studium mit meinem langjährigen Kollegen Jonas (Kameramann von KGW) gegründet habe. Das heißt ich stehe mit beiden Beinen mit einer 40+ Stundenwoche und einem eigenen Unternehmen im Berufsleben.

Mittlerweile habe zwei weitere Schübe gehabt. Der frühere hat sich komplett zurückgebildet, der andere ist recht frisch und ist noch dabei. Wird aber. Die Fatigue ist nur dann schlimmer als früher, wenn ich mich zu sehr belaste, was aufgrund meiner beruflichen Situation schneller passiert als im Studium. Ansonsten habe ich von Zeit zu Zeit Schmerzen beim Laufen, hauptsächlich, wenn es sehr kalt ist. Es sind also insgesamt mehr Zipperlein, als früher, aber es sind Zipperlein.

Mittlerweile hab ich viele Strategien, damit umzugehen, und dadurch beeinflussen sie meinen Alltag nur selten. Ich fühle mich kerngesund und gestalte mein Leben so, wie ich es möchte. Wenn ich dabei meine Grenzen überschreite, werde ich dann von meinem Körper darauf hingewiesen ;), was ich positiv finde.

Meine Einstellung zur MS ist weiterhin offen und positiv. Ich bleibe dabei, dass sie mir ums tausendfache mehr gibt als nimmt. Für vieles, was sie in meinem Leben verändert hat, bin ich dankbar.

Mir ist bewusst, dass ich mich glücklich schätzen kann, dass meine MS nicht so wahnsinnig aktiv ist. Aber ich glaube, dass es mir schlechter gehen könnte.

Die MS ist weder etwas, was wir kontrollieren könnten, noch ist sie etwas, dem wir komplett ausgeliefert sind. Nach wie vor glaube ich daran – und erfahre es selbst an mir – dass wir immer unseren Teil beisteuern können, wenn wir mit uns achtsam sind.

Achja – und NEIN, ich nehme keine Medikamente. Das habe ich nie und in naher Zukunft werde ich auch nicht damit beginnen. Was irgendwann mal ist, wird sich zeigen. Bisher sehe ich darin keinen Mehrwert für meine persönliche Situation.

So, das war die erste Runde! Wenn euch noch weitere Aspekte zu dieser Frage auf der Seele brennen, hinterlasst mir gerne einen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.