New New York experience

Ein erstes Mal: Ich schreibe gerade meinen Blogpost im Flieger. Yep. Never done that before 😃

Wir sind zurzeit auf Reisen, endlich mal wieder. Vor ein paar Stunden haben wir unsere Herzensstadt New York verlassen und befinden uns gerade auf dem Weg nach Las Vegas, um uns dort einen weiteren kleinen großen Festival-Traum zu erfĂŒllen: Das Electric Daisy Carnival Festival.

Es ist so schön mit meinem neuen LebensgefĂŒhl unterwegs zu sein. Ehrlich gesagt hatte ich anfangs ein paar nicht zu ignorierende Zweifel daran, dass ich meinen Urlaub diesmal genießen kann. Das hat unterschiedliche Dimensionen.

Zum einen bin ich gerade in so spannende und verĂ€ndernde Prozesse eingetaucht, dass ich genauso gut (oder vielleicht sogar lieber?) die nĂ€chsten zwei Monate meditierend in Pronstorf verbringen könnte. Und ich werde genötigt, ein StĂŒck weit meinen neugewonnenen ayurvedischen Lebensstil zu vernachlĂ€ssigen.

Zum anderen ĂŒben diese ganzen Energien von außen momentan keine große Anziehungskraft auf mich aus: Essen des Essens wegen, Shopping, Festival-House-Musik – mhhh.. ich muss mir eingestehen, diesen Konsum brauche ich momentan eher weniger bis gar nicht.

Doch je nĂ€her der Abflug rĂŒckt, desto mehr hab ich dann doch dieses wundervolle Reise-Prickeln im Bauch. Endlich wieder in New York. Die Stadt, an die ich mein Herz verloren hab. Warum auch immer, ich weiß es selbst nicht.

Ihr kennt doch bestimmt die Aussage „Du nimmst deine Probleme mit, egal wohin du gehst!“ – Ja, richtig. Aber du nimmst auch dein GlĂŒck mit, egal wohin du gehst! Das klingt jetzt blöd, aber ehrlich: ich hatte echt Sorge, dass mein GlĂŒck in Hamburg bleibt. Total bekloppt.

Die Tage vor meiner Abreise waren hektisch und unschön, ich bin zurĂŒckgefallen in alte Handlungsmuster und emotionale Reaktionen. Und als ich dann im Flieger saß, sah ich mich kurz nach Ende des Sommers wieder von vorn anfangen mit allem. Bis ich anfing, an Ort und Stelle zu meditieren.

Loslassen. Im Jetzt leben. Mutig sein. Alles kriegt eine neue Dimension. Und da sind diese GlĂŒcksblubber plötzlich wieder. Vor mir die unendliche Weite des Meeres und von mir weg treiben GegenstĂ€nde, Emotionen und vermeintliche Eigenschaften. Mein Herz fĂŒhlt sich auf wunderbare Weise erleichtert. Und in meinem Bauch flattern Schmetterlinge.

Dieser New York Trip ist ganz anders als der Erste. Die großen Touristen-Attraktionen haben wir bereits letztes Jahr angeschaut und sind diesmal die vollen drei Tage durch verschiedene Viertel gezogen. Einfach schön, hinter jeder Ecke eine Überraschung. Die wenigsten Sachen ließen sich wirklich planen.

Und noch was war anders: Ich hatte diesmal kein BedĂŒrfnis danach, stĂ€ndig mein Handy zu zĂŒcken und ein Erinnerungsfoto zu machen. Viel lieber wollten wir die AtmosphĂ€re ganz ungefiltert genießen, uns treiben lassen, beobachten.

Als ich letztes Jahr New York verlassen habe, um nach Miami zu fliegen, war ich richtig wehmĂŒtig. Heute bin ich einfach nur glĂŒcklich und dankbar fĂŒr diese tollen dreieinhalb Tage. Auf ins nĂ€chste Abenteuer!

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