Strahlend blau

Da mich in letzter Zeit verstärkt Emails erreichen, die sich über die Stille auf meinem Blog wundern, möchte ich euch ein kleines Lebenszeichen senden. Es verändern sich gerade so viele fantastische Dinge in meinem Leben. Dass ich es hier nicht alles veröffentliche, hat Gründe.

Denn ich merke, es ist Zeit. Oder besser: Die Zeit ist reif. Sie ist reif, gewisse Dinge gehen zu lassen. Abzuschließen. Ich fühle es schon seit einer Weile in mir, dass ich auf diesen Zeitpunkt zu gelaufen bin. Und es tut gut, dass er jetzt da ist. Zwischendurch hatte ich ein paar ungeduldige Versuche unternommen, den Prozess zu beschleunigen, aber wurde – natürlich – eines besseren belehrt.

Alle unter euch, die mir bei Instagram folgen, haben es schon mitbekommen: Ich trete dort nicht mehr länger unter dem Namen „Kleine graue Wolke“ auf, sondern (erstmal) unter meinem normalen Namen. Vor einem Jahr habe ich damit begonnen, den Account als Microblog zu nutzen und kleine Blog-Texte in die Captions zu posten.

Die Inhalte, die ich dort poste, haben schon lange nichts mehr mit dem Film zu tun. Und da ich mich mittlerweile auf einer komplett anderen Ebene mit einer komplett anderen Sichtweise auf das Leben und Krankheit an sich befinde, passt es nun endgültig nicht mehr und der Filmtitel durfte gehen.

Genauso geht es mir hier mit den Inhalten auf dem Blog. Auch wenn lange keine Artikel mehr erschienen sind, schreibe ich viel zurzeit. Nur fühlt es sich nie richtig an, diese Texte hier zu veröffentlichen.

Ich muss euch ehrlich sagen: Der Film und alles, was da dran hängt ist für mich komplett rund und wunderschön – und jetzt: abgeschlossen. Auch innerlich. Vielleicht kommt es euch merkwürdig vor, dass ich das jetzt hier so schreibe, weil ihr davon ausgegangen seid, dass es schon länger so ist. Aber da war immer noch so ein Rest in meinem Herzen verblieben.

Und das war noch nicht alles: Auch für „Einblick“ wird im Herbst mein letzter Artikel erscheinen. Warum? Nicht, weil ich das Projekt nicht mehr mag oder irgendwelche Gründe dieser Art. Nein. Es liegt einzig und allein an meiner persönlichen Entwicklung und daran, dass ich MS, Krankheit an sich & das Leben völlig anders sehe, als es auf den allermeisten Blogs und Seiten kommuniziert wird. Es passt einfach nicht mehr.

Ich möchte weitergehen. Was mit diesem Blog passiert, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Erstmal werde ich ihn weiter füllen, vor allem mit den Themen, die auch die MS berühren. Es gibt mittlerweile viele Menschen, die sich mit ihrer MS dem Ayurveda öffnen, das ist wunderschön mitzuerleben. Und das möchte ich mit euch teilen.

Selbst in meinen positivsten Momenten habe ich mir nicht vorstellen können, dass ich einmal so ganzheitlich heil werde, wie es momentan passiert. In meinen kühnsten Träumen ging es mir nicht so fantastisch wie jetzt gerade.

Meine MS hat sich aufgelöst. Die kleine graue Wolke hat sich aufgelöst. Der Himmel ist strahlend blau.

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